Khi người ta … không còn trẻ

Nhớ thuở còn „đầu đội trời, chân đạp đất“, mùa hè thảy ba-lô, lều, túi ngủ lên xe, lái một mạch ra tận Hoek van Holland, tối nằm duỗi chân trên cát ngắm sao, nghe sóng vỗ rì rầm mơ về một chuyến du lịch bằng phi cơ, khách sạn gối căng phồng, bồn tắm men trắng muốt, xà bông thơm phưng phức …
Hơn 25 năm sau, cốp xe chật cứng nào đồ ăn sáng, ăn trưa, ăn tối, trà, cà phê, đường, sữa, muối, tiêu, nồi cơm điện, khăn lông, dép đi trong nhà … và một trăm thứ lỉnh kỉnh khác.
Vakantiepark Droomgaard, cách Eindhoven khoảng 45km, Hoek van Holland còn cả trăm cây số nữa mới tới. Một lựa chọn khi người ta …. không còn trẻ.
Một căn nhà nghỉ nhỏ, 37 mét vuông, có bếp, nhà tắm, phòng khách với ti-vi bắt được 5 đài Đức, 2 phòng ngủ cho 4 người, Veranda ngồi hóng mát.
Ban ngày đạp xe qua những con phố nhỏ, hiền hòa, có đèn xanh đèn đỏ dành cho xe đạp. Không có „phố núi cao, phố núi đầy sương“ mà cũng „đi dăm bước đã về chốn cũ“ (Vũ Hữu Định). Tối nằm nghe mưa rơi lộp độp trên mái, nhớ về thuở nào giữa đêm nước mưa tràn, ngập căn lều poncho chơ vơ trên bãi lộng gió.
Ngày xưa thuê chỗ cắm lều chỉ 3 Đức-Mã một đêm, nhà tắm, nhà vệ sinh chung, nước lạnh ngắt, vừa tắm vừa … đánh răng (tức là 2 hàm răng đánh vào nhau), tối ngủ mặc ba bốn bộ quần áo vẫn co ro.
Ngày nay thuê chalet, 45 Euro một đêm, tiện nghi đầy đủ, nước nóng phỏng da, hơi ấm lò sưởi làm mờ cửa kiếng.

Cũng là Camping. Khi người ta  … không còn trẻ.

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Đèn lưu thông dành riêng cho xe đạp
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Đi dăm bước

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đã về chốn cũ
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Chalet M55
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Phòng khách

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Bếp
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WC
Phòng ngủ 1
Phòng ngủ 1
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Phòng ngủ 2

The world’s mine oyster

The world’s mine oyster
The Merry Wives of Windsor, Act 2, Scene 2

Vor Jahren war ich mal in London. Da musste man nur kurz den Grenzbeamten seinen Ausweis vorzeigen und schwuppdiwupp befand man sich im „UnKoordinierten“-Land des UK-Syndroms. Wer glaubt, die Briten sind Linkshändler, irrt sich gewaltig. Denn nicht immer sind die Türen der Busse und U-Bahnen auf der verkehrten Seite, nicht immer geht man auf der linken Spur die Treppe hoch, und beim Essen halten die Briten das Messer auch nicht in der linken Hand. Um das britische Volk vor dem Aussterben beim Verkehrsunfall – verursacht durch das UK-Syndrom – zu schützen, sind auf dem Asphalt solche Beschriftungen zu lesen: look left, look right, look … both ways. Keiner „look at the traffic light“, weil dies durch die Anweisungen der vielen „looks“ sowieso überflüssig ist.

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Diesmal standen wir an der Grenzkontrolle in einer serpentinartigen Schlange wie im Disneyland und blickten neidisch auf die leeren ePassport-Gates am Heathrow Airport, denn wer mit dem Passport einreiste, ließ seinen Pass beim Vorbeirauschen einscannen und schwuppdiwupp befand man sich im Land des UK-Syndroms. Hätte wir wissen müssen, spätestens nach Brexit, dass Reisen in die UK mit Reisepass wieder „in“ ist!
Trotz Brexit, bleibt London ein der teuersten Pflaster der Welt. Ich habe auf der Oxford Street 4,95£ für eine Postkarte mit Briefmarke ausgegeben, und anstatt „Sonnige Grüße“ „Teure Grüße aus London“ darauf gekritzelt, damit der Empfänger zu schätzen weiß, wie sehr er mir am Herzen liegt.
Was wäre London ohne Shakespeare? Refashioned für alle mögliche Produkte bei Selfridges, eine weltbekannte Kaufhauskette in Großbritanien: Shakespeare’s Ophelia Düfte, Juliet oder Lady Macbeth’s Hautcreme, Skakespeare’s Krawatte … Die Fensterdekorationen passend zu den berühmten Strophen in seinen Werken waren für mich Window Shopping besonderer Art, ebenso das Schlendern durch SOHO, Bankside-Viertel, St James’s Park, Hyde Park, Greenwich mit der Cutty Sark und der breiten, mit Riesenbäumen abgesteckten „Allee“, die für Radfahrer eine Art Formel-Eins-Piste ist, denn uns war ein Rentner aufgefallen, der den King William Walk immer wieder mit seinem Rennrad bergauf fuhr und das Rad bergrunter schob (warum, wissen wir bis heute leider nicht).

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Shakespeare war die ganze Zeit mit uns im Gepäck. Als oyster card.

The Merry Wives of Windsor
Act II. Scene II.
A Room in the Garter Inn.

Enter FALSTAFF and PISTOL.

Fal. I will not lend thee a penny.
Pist. Why, then the world’s mine oyster.

JA, richtig gelesen! Mit der „oyster card“ liegt dir London zu Füssen. Mit der Karte konnten wir alle Sehenswürdigkeiten innerhalb London (Zone 1 und 2) für 6,50£ am Tag abklappern. Und zum Heathrow Airport für nur 9,30£. Der Pfand von 5£ samt Restguthaben spuckte der Automat am Flughafen ohne Beanstandung aus. In Münzen versteht sich, die wir wiederum gegen eine „Meal-Deal“ von 3,99£, bestand aus 2 belegten Sandwiches, einem Getränk und einer kleinen Tüte Kartoffelchips, eintauschten. Für Airport-Verhältnisse spottbillig.
Höhepunkt meines Londoner Trips war der „Rosetta Stone“. Eigentlich wollte der „beste Ehemann von allen“ im British Museum die ägyptische Ausstellung besuchen, dachte ich. Das bedeutete für mich Mumien, Sphinx, Hieroglyphen und dergleichen. Da staunte ich nur, den mit fast wie gedruckten drei Schriften (Hieroglyphen, Demotisch, Altgriechisch) aus dem Jahr 196 v. Chr eingemeißelten Priesterdekret in Augenschein zu bekommen. Foto geschossen, auf Facebook gepostet. Prompt erschien ein „like“ mit dem Kommentar „Now I know why the language course is called Rosetta Stone”. Auch ich habe was dazu gelernt.

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Bevor ich vergesse: eigentlich wollten wir unsere „allerliebste Tochter auf der ganzen Welt“ besuchen, die einen 2-monatigen Job bei UENI Limited angenommen hat.

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Malaga – Erlebnisparking

Als unsere Freunde aus Kanada fragten, ob wir mit ihnen gemeinsam Urlaub in Malaga verbringen möchten, dachten wir warum nicht, Sonne, Strand und Meer, was will man mehr? Kanadier, genauer gesagt unsere Freunde, haben andere Vorstellung als wir, was Erholung betrifft: neben der „sea air“ brauchen sie „air condition“ von diversen Shopping-Malls in Andalusien. So waren wir gezwungen einen Mietwagen zu nehmen, nicht nur um nach Estepona zu kommen,  eine Stadt an der Costa del Sol, etwa 90km weit entfernt von Malaga, sondern auch um nicht zum Strand und Meer zu fahren, denn dort war es schwer, einen Parkplatz zu finden, wenn man nicht die Gebühr im Parkhaus zahlen wollte, die am Jachthafen Puerto Banús, Treffpunkt der „Reichen und Schönen“ in Marbella, nach Minuten abgerechnet wurde. Unsere Tochter wurde gefragt, warum sie trotz Sonne nicht braun geworden ist. Antwort: Weil ich im Auto nicht braun werde. Vorteil war: die Parkgebühren werden durch das Nicht-Benutzen-Von-Sonnencremen refinanziert.

Bereits am Airport wurden uns allen möglichen „Upgrades“ angeschwatzt, vom zusätzlichen Navi bis zum Jeep für Safari-Ausflug. Wir waren standhaft und blieben beim Seat Ibiza, den wir in Deutschland über ADAC für 335 € die Woche gemietet haben. Es stellte sich heraus, dass es eine sehr weise Entscheidung war, denn jeden Abend war die Parkplatzsuche eine Reise nach Jerusalem. Wir haben während des ganzen Urlaubs nie am selben Platz geparkt. Einen Vorteil hat die Kurverei: nach einer Woche fühlten wir uns wie zu Hause, wir kannten jede Strassenecke, wussten zu welcher Uhrzeit welches Auto welche Parklücke hinterließ. Wer Spanien von der anderen Seite als Ballermann kennenlernen will, ist in Estepona und den vielen kleineren Orten entlang der Küste genau richtig. In Estepota waren wir nur zum Schlafen und Kaffee trinken da. Das Appartement in der Calle Cádiz 4, über airbnb gebucht, war für 4 Personen genau richtig, selbst an den heißen Tagen war es in der Wohnung angenehm kühl. Eine Tasse Kaffee mit einem Croissant in fußläufiger Entfernung kostete 1,80 €.

Wie oben erwähnt, waren wir die meiste Zeit mit dem Auto unterwegs: Marbella, Malaga, Benalmádena, Torremolinos. Highlight war Gibraltar, 45km vom Estepona. Man sollte möglichst früh da sein, um den bekannten Stau an der Grenze zu umgehen. Warum Stau: Längst vor dem kommenden Brexit, möchten die britischen Grenzbeamten den Ausweis sehen, d.h. Reisepässe von den nicht-europäischen Autoinsassen einsammeln und entsprechend aufklappen. Gerade dieses Aufklappen der Reisepässe überlassen viele Besucher den Grenzbeamten, d.h. Stau! Das Auto sollte gleich hinter der Grenze im Parkhaus an der Devil’s Tower Road gelassen werden, um weiter zu Fuss in die Stadt zu gehen. Es sei denn, der Fahrer oder die Fahrerin möchte das Erlernte aus den kleinen spanischen Orten in der Nähe von Malaga in dem britischen Emperium umsetzen: Parkplatz finden, nur um zum Ergebnis zu kommen: Wo es keine Parkplätze gibt, können auch keine gefunden werden. Unsere Gruppe bestand aus 9 Kanadiern, 2 Amerikanern und uns 4. Von den 15 Urlaubern war nur einer willig, die Felsen von Gibraltar ohne Hilfe von Rädern zu besteigen. Da wir uns in einem demokratischen Land befanden, konnte die Sightseeing-Tour mit dem Minibus zugunsten des … Busfahrers verwirklicht werden. Es war lohnenswert, man sollte es machen bevor die britische Kolonie irgendwann doch noch von den Spaniern zurückerobert wird. Denn mit Englisch hat man in Estepona schwer.

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Gibraltar

Eine Anekdote: Wir wollten an einem schönen Abend in der gemieteten Riesenvilla grillen, und waren im Supermarkt Carrefour einkaufen. Für 15 Personen und 4 weitere Gäste aus Marroko eine Grillparty zu organisieren war nicht einfach. Man brauchte Autos, ja richtig gelesen: Auto in Mehrzahl. Und ein wenig Spanisch, wenn man kaum Zeit hatte, in dem großen Supermarkt nach Grillkohle zu suchen. Ich habe mein Bestes gegeben: deutsch, englisch, französisch, sogar vietnamesisch. Die Verkäuferinnen lachten mich an, ihre Augen leuchteten, ihre Zähne glänzten,  und  … schüttelten andauernd den Kopf. Aus lauter Verzweifelung rief ich: Barbecue fire! Und Wunder geschah. Die spanischen Verkäuferinnen mit den strahlenden Gesichtern führten mich direkt zum Regal, wo es Grillkohle, Holzkohle, Briketts aufeinander stapelten.

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Villa in Estapona (gemietet)

Solltet ihr im August nach Malaga fliegen, plant die „Feria de Agosto“ mit ein. Sie findet jedes Jahr im August statt, eine Nonstop-Party der Einheimischen, und zwar bereits seit 1491 zur Verkündung der Freiheit der Stadt von den Mauren und des Rückkehrs zum Katholizismus. Auch hier galt, Parking ist ein Erlebnis. Man kurvte herum, und bis man einen Parkplatz gefunden hat, kennt man jede Strassenecke, und weiß welches Auto wo geparkt hat.

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Feria de Agosto

Vor den Andalusiern musste ich den Hut ziehen. Beim Parken hast du alle Zeit der Welt. Es wurde nicht gedrängelt, nicht gehupt, keine böse Blicke oder unerwünschte Geste mit dem Mittelfinger. Es wurde gewartet, bis man ordentlich in die Parklücke reingefahren ist und mit neidischen Blicken verabschiedet, weil der Fahrer oder die Fahrerin einen Parkplatz gefunden hat.

Vorausgesetzt, man findet eine Parklücke.

Budapest – Charme vergangenen Zeiten

Als unsere Freunde mitbekommen haben, dass wir einen Kurztrip nach Budapest planen, gucken sie uns mit verdutzten Augen an, als ob wir Alien sind. Na ja, wir hatten nur ein paar Tage frei und für Kurzentschlossenen sind alle Flüge der Discount-Airlines entweder ausgebucht oder die Ticketpreise sind alles andere als billig. Florenz, Warschau, Rom …. Man muss schon mindestens mehr als 3 Monate seinen Urlaubsantrag eingereicht haben, und die Kinder dürfen entweder jünger als 6 oder älter als 19 Jahre alt sein, damit man außer Reichweite jeglicher Ausbeutung der Reiseveranstalter sei.
Mit Eurowings (ca. 100 das Ticket) sind wir ab Köln/Bonn los geflogen, am Budapest Liszt Ferenc Flughafen mit dem Bus 200E zur Metrostation Kobanya-Kispest, dort umsteigen auf Metro M3 bis zur Station Deak Ferenc ter. Ganz easy. Wir haben aber vorher auch viel recherchiert. Und Forint zu ungünstigem Umtauschkurs am Flughafen mitgenommen. Überflüssig. Der Fahrscheinautomat akzeptiert auch Kreditkarten und Vorort bekommt man ungarisches Geld an jeder Ecke umgetauscht.
Zu unserer angenehmen Überraschung lag die Ferienwohnung, die wir über booking.com gebucht haben, Sas utca 4, nicht sehr weit weg von der Metro-Station. Es war kein 4-Sterne-Schlafplatz aber Toplage, sauber, vier Nächte für 180 €, nur ein paar Schritte bis zur Kettenbrücke oder St.-Stephans-Basilika, hängt davon ab, ob man rechts oder links gehen will.
Es gibt genügend Reiseführer über Budapest, unsere Empfehlung ist: Hop-On-Hop-Off BigBus, 3 Tage inklusiv Thermalbad und Kreuzfahrt auf der Donau für ca. 38 € pro Nase, normalerweise nur für 2 Tage, aber anscheinend reduziert, weil April nichtgerade Hochsaison war. Übrigens, ursprünglich wollten wir das Rudas Bad besuchen, laut Reiseführer „eines der schönsten erhaltenen Beispiele der antiken Bäderkultur in Budapest“. Endlich da, nach langem Fußmarsch unter der prallen Sonne, haben wir erfahren, dass an dem Tag getrenntes Baden galt. Total genervt, frustriert und verdurstet erreichten wir das Gellért Badeanstalt etwa 500m weiter entfernt.  Das Thermalbad ist nicht so „steril“ wie man es hier in Deutschland kennt, ist aber ein Besuch wert, vor allem wenn man sich etwas Relaxing wünscht, ohne an Strand und Meer festklammern zu müssen.
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Wir sind Kaffee-Genießer, d.h. wir sitzen gern irgendwo gemütlich mit einer Tasse Kaffee, am liebsten draußen, wenn es warm ist, und betrachten das Leben auf der Straße, einfach so. Budapest ist für uns genau das Richtige: der Kaffee kostet zwischen 1,50 € und 1,60 €, kostenloses wi-fi, und jedes Café hat einen anderen Flair, von elegant bis nostalgisch, von traditionell bis trendy. Nur Starbucks Cafés sehen überall gleich aus, auch in Budapest. Und eine Latte beim New York Café 3.600 Forint (ca. 11 €) kostete. Aber man gönnt sich ja sonst nichts!
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Mit BigBus waren die wichtigen Budapester Sehenswürdigkeiten an einem Tag abgeklappert. Der Rest des Urlaubs verbrachten wir mit diversen Aktivitäten wie Shoppen, sich auf der Margareteninsel mit leckeren Pizzen für wenig Geld (3,50 € die Pizza) chillen, Bootfahrt auf der Donau, um den spektakulären Blick auf das beeindruckende Parlament zu erhaschen, „kreatives Essen“ mit Roseneis für 600 Forint (2 €), Fotos auf Facebook posten, denn fast überall in den Cafés war „free wi-fi“.
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Noch eine Geschichte zum Preis-Leistungs-Verhältnis in Budapest: Ich habe meinen Mann, der ein begeisterter Radfahrer ist, aber dessen Stärken nicht bei der Fahrradreparatur sind, in ein Fahrradgeschäft gedrängt.  Vor lauter Verlegenheit fragte er nach einem Speichenspanner, dessen Funktion er auf Englisch übersetzt versucht hat, aber erst die praktische Demonstration führte zum Erfolg. Wie schon erwähnt, ist er geizig und sagte dann prompt beim Preis von 8€, es wäre zu teuer. Der Mechaniker reagierte sofort, und bot eine Reparatur des Fahrrads für 5€ an. Wir hätten das Farrad mitnehmen sollen! Als Handgepäck.
Was uns ein wenig geärgert hat, war dass wir erst am letzten Tag herausgefunden haben, dass eine Ballet-Aufführung in der prachtvollsten ungarischen Staatsoper mit Neorenaissance-Architektur nur um 15 € kostet. An der Semperoper zahlt man mindestens das Dreifache.
Der Rückflug war am späten Abend gegen 20 Uhr. Wir haben nach dem Checkout unser Gepäck in einem Locker im Keleti-Bahnhof deponiert. 600 Forint für 24 Stunden. Im Vergleich: für 2 € kann man 1 Stunde in Aachen parken, vorausgesetzt man findet einen Parkplatz. So konnten wir noch den letzten halben Tag in Budapest verbringen, und zwar bürgerlich, nicht teuer,  ungarisch und sehr gutes Mittagessen beim Restaurant Paprika Vendéglő, Dózsa György út 72, etwa 15 Minuten zu Fuß von der Metro-Station „Heldenplatz“ entfernt.
Nicht weit vom Restaurant befand sich das Cat Café (Damjanich st. 38, Budapest 1071), wo man für ca. 1.600 Ft (5 €) „flat“ trinken kann und noch dazu ein Stück Kuchen, der beste Platz, um sich die Zeit bis zum Aufbruch Richtung Airport totzuschlagen. Der Kaffee schmeckte, die Hot Chocolate für unseren Geschmack zu süß, die Limonade erfrischend und die Katzen einfach süß – für unsere Tochter, denn wir waren eher mit dem „posten“ unserer Urlaubsfotos beschäftigt, da „free wi-fi“, versteht sich.
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Man muss einfach einmal in Budapest gewesen sein, um von dem Charme vergangenen Zeiten verzaubern zu lassen. Wir hätten das Schloss Gödöllő besuchen sollen. Sissi würde das ganze abrunden.
Vielleicht beim nächsten Mal.

Paris mit Postbus ab Aachen

Paris ist immer eine Reise wert, sei es nur um einem Besucher aus Amerika die „Stadt der Lichter“ zu zeigen oder einfach Lust auf authentische vietnamesische „Phở“ haben.

Von Aachen aus erreicht man mit dem Thalys nach etwa 2,5 Stunden Gare du Nord. Ein Ticket ist ab 35 €, wenn man 3 Monate vorher kauft. Wer keine 3 Monate im voraus planen kann, dem ist der Postbus eine gute Alternative (23 €). So sind wir am Freitag, gegen 9:00 Uhr ab Aachen in den gelben Reisebus eingestiegen, und mit etwas Verspätung wegen Stau nach ca. 5,5 Stunden am Gare de Gallieni angekommen.

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Da wir bereits Metro-Tickets von der letzten Reise noch hatten, ging es ruckzuck in die Metro mit der Linie 3 Richtung Zentrum. Es empflieht sich einen 10-er Block (14,10 €) zu kaufen oder ein Tagesticket Paris Visite 11,15 €. Über airbnb haben wir eine Unterkunft in 110 Avenue de Saint-Ouen gefunden, nicht weit von Montmartre. Das Appartement war zwar klein, für den Kurztrip völlig in Ordnung und erfüllte seinen Zweck. Eine Übernachtung kostete 60 €. Viele Geschäfte, Supermarkt, Bäckereien … Wir haben jeden Tag gemütlich gefrühstückt, richtig französisch mit frischen Baguettes.

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Eine kurze Anekdote: Der Gastgeber hat uns alles erklärt, vom Fußmarsch zum Sacré-Cœur bis zu dem Notfall-Telefon seines Freundes, der gerade sich in Afrika befindet, aber nicht wie man die Hof-Tür öffnet. So standen wir völlig verzweifelt vor der verschlossenen Tür, drehten hin und wieder am Türknopf, tasteten mehrmals entlang den Türrahmen, traten wüten gegen das Türblatt. Sesam blieb zu. Es war keiner da, den wir hätten fragen können. Der Trick war ganz einach. In Paris befindet sich bei solchen elektronisch gesicherten Türen seitlich irgendwo ein metallic grauer 5-Cent-großer Knopf, der durch leichter Berührung das Tor zum Universum öffnet. Wenn man es weiß!

OpensesameintroWer unbedingt ein Foto mit dem Eifelturm als Nachweis seines Paris-Aufenthalts benötigt, soll bei der Metro Station „Trocadéro“ aussteigen, dort hat man den besten Blick auf das Pariser Wahrzeichen. Auch diverse Obskuritäten sah man dort, z.B. Fußballfans aus Portugal.

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Wo geht man in Paris vietnamesisch essen? Im „treizième“ versteht sich, das ist das 13. Arrondisment, Metrostation Place d’Italie oder Tolbiac. Sehr zu empfehlen ist „Phở Bờm“, Ave de Choisy 71. Lecker, authentisch. Wer zu den Stoßzeiten kommt, wird schwer einen Platz finden, da der Laden gut besucht ist. Als Getränk sollte man „trà đá chanh“ bestellen, eine Karaffe frischer Zitronentee für nur 4,50 €. Und vielleicht ein bisschen französisch, wenn man kein Vietnamese ist. Denn die englische Karte ist etwas befremdlich: „chicken jumped into sweet sour sauce“ soll „gebratenes Hühnerfleisch süß-sauer“ bedeuten. 

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